El(l)ritzen

seit 1958 Jahren in Jülich

 

 

 

  

 

 

Als sich 1958 eine unternehmungslustige Gruppe junger Jülicher Männer zusammen taten, wählten sie als Namensgeber für ihren Freundeskreis die Ellritze aus. Den Namen dieses unscheinbaren Fischchens assoziierten unsere Gründungsmitglieder mit dem heimatlichen Ellebach. Über die richtige Schreibweise der El(l)ritze - ob mit einem oder zwei L - konnte man sich damals anscheinend nicht einigen und setzte deshalb das zweite L in Klammern. Das wäre nicht nötig gewesen, wie man aus dem folgenden Beitrag entnehmen kann. Nun bleibt es aber dabei..

 

   



Ellritze (Phoxinus phoxinus)

 

 

 

Ellritze (phoxinus phoxinus)
Ordnung: Karpfenartige (cyproniformes)
Familie: Karpfenfische (cyprinidae)

Die Ellritze heißt an anderen Orten auch Pfrille, Ellerling oder Bitterfisch. Der Name kommt von Eller = Erle, deren Wurzelwerk der Ellritze gute Unterstände bietet. Sie wird bis zu 10 cm lang und ist ein Schwarmfisch, den es in flachen Küstengewässern an der Ostsee ebenso gibt wie in Gebirgsbächen, manchmal bis in 2000 m Höhe. In Nordschottland, Südspanien, Süditalien sowie den Inseln im südlichen Mittelmeerraum fehlen sie ebenso wie im nördlichen Skandinavien.

Die Fischchen, die klares und sauerstoffreiches Wasser benötigen,  haben recht große Augen und fast runde kleine Schuppen. Sie ernähren sich hauptsächlich von Bodentieren im Gewässer, manchmal auch von Fluginsekten. 
Ellritzen sind Kieslaicher und reagieren sehr empfindlich auf Verbauungsmaßnahmen im Gewässer, weil ihnen so die Fortpflanzungschance genommen werden.
Laichzeit ist von April bis Juli.
Die Tiere besiedeln den gleichen Lebensraum wie die Forellen und werden von diesen auch gerne verspeist. 

 

 

 

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Stand: 10. Februar 2019