Trauer um Adalbert Plattenteich
jülich.
Große
Betroffenheit
herrscht über den Tod des Geschäftsführers des Technologiezentrums
Julien, Adalbert W. Plattenteich.
Er verstarb plötzlich und
unerwartet am 28. März im
Alter von
71
Jahren.
Adalbert W. Plattenteich wurde im September 1934
in Königsberg
geboren. Nach seinem Abitur
1955
in Krefeld studierte er Jura in Freiburg, Berlin und Münster.
Sein
erster Arbeitsplatz war die Finanzverwaltung
von NRW, in der er
während seines Studiums „gejobbt"
hatte. Doch die Finanzen konnten
ihn nicht lange fesseln.
Nach einer aufbauenden Ausbildung
arbeitete er im Referat Europäische
Gemeinschaft des Forschungsministeriums mit Schwerpunkt
Euratom und Bilaterale Beziehungen,
dessen Leitung er 1971
übernahm. Zu seinem Aufgabengebiet
gehörte auch die administrative
Betreuung des deutsch-französisch-britischen
Instituts Max von
Laue-Paul Langevin (ILL) in
Grenoble.
So
war es nicht verwunderlich, dass das ILL ihn eines Tages als Verwaltungsdirektor nach
Grenoble holte, eine abwechslungsreiche
und verantwortungsvolle
Tätigkeit, die er von 1973
bis 1977
ausübte.
Anfang 1978 kehrte er nach
Bonn
zurück und übernahm die
Leitung des Planungsstabes im
Bundesministerium für Forschung
und
Technologie. Von dort wurde
er zum 1. August 1979 als
stellvertretender
Vorstandsvorsitzender
ins Forschungszentrum
Jülich berufen. Bis 1991 wirkte er dort gemäß seinem Motto „Aufgabe des
Forschungszentrums ist es,
gute Wissenschaft zu
machten, nicht verwaltet zu werden".'
Zum 1. Dezember 1991 wurde
Plattenteich, der bereits seit vielen
Jahren Mitglied des JET-Rates (JET:
Joint European Torus) und des Rates der Europäischen Synchotron-Strahlungsquelle war, zum Verwaltungsdirektor
der ESA in Paris ernannt. Mit Erreichen der Altersgrenze
schied er dort im Herbst
1997
aus.
Im April 1998
gelang es der
Technologiezentrum Jülich
GmbH, Plattenteich für die Mitarbeit in der Geschäftsführung zu gewinnen.
In den acht Jahren seiner verdienstvollen Tätigkeit für die
Technologiezentrum Jülich
GmbH hat Plattenteich mit klugem
Weitblick, unternehmerischem
Engagement und sozialer Verantwortung die Gesellschaft maßgeblich
gestaltet und zur heutigen Bedeutung für Stadt und Region
entwickelt.
Aufgrund seines freundlichen und offenen Wesens sowie seiner
überzeugenden Kompetenz war er hoch geschätzt und beliebt.