El(l)ritzen

seit 1958 in Jülich

 

 

 

 

aus der Jülicher Zeitung vom 6. April 2006:

 

Trauer um Adalbert Plattenteich

 

jülich. Große Betroffenheit herrscht über den Tod des Geschäftsführers des Technologiezentrums Julien, Adalbert W. Plattenteich.

Er verstarb plötzlich und unerwartet am 28. März im Alter von 71 Jahren.

 

Adalbert W. Plattenteich wurde im September 1934 in Königsberg geboren. Nach seinem Abitur 1955 in Krefeld studierte er Jura in Freiburg, Berlin und Münster.

Sein erster Arbeitsplatz war die Finanz­verwaltung von NRW, in der er während seines Studiums „gejobbt" hatte. Doch die Finanzen konnten ihn nicht lange fesseln.

Nach einer aufbauenden Ausbildung arbeitete er im Referat Europäische Gemeinschaft des Forschungsministeriums mit Schwerpunkt Euratom und Bilaterale Beziehungen, dessen Leitung er 1971 übernahm. Zu seinem Aufgabengebiet gehörte auch die administrative Betreuung des deutsch-französisch-britischen Instituts Max von Laue-Paul Langevin (ILL) in Grenoble.
 So war es nicht verwunderlich, dass das ILL ihn eines Tages als Verwaltungsdirektor nach Grenoble holte, eine abwechs­lungsreiche und verantwortungsvolle Tätigkeit, die er von 1973 bis 1977 ausübte.

 

Anfang 1978 kehrte er nach Bonn zurück und übernahm die Leitung des Planungsstabes im Bundesministerium für Forschung und Technologie. Von dort wurde er zum 1. August 1979 als stellvertretender Vorstandsvorsitzender ins Forschungszentrum Jülich berufen. Bis 1991 wirkte er dort gemäß seinem Motto „Aufgabe des Forschungszentrums ist es, gute Wissenschaft zu machten, nicht verwaltet zu werden".'

 

Zum 1. Dezember 1991 wurde Plattenteich, der bereits seit vielen Jahren Mitglied des JET-Rates (JET: Joint European Torus) und des Rates der Europäischen Synchotron-Strahlungsquelle war, zum Verwaltungsdirektor der ESA in Paris ernannt. Mit Erreichen der Altersgrenze schied er dort im Herbst 1997 aus.

Im April 1998 gelang es der Technologiezentrum Jülich GmbH, Plattenteich für die Mitar­beit in der Geschäftsführung zu gewinnen. In den acht Jahren seiner verdienstvollen Tätigkeit für die Technologiezentrum Jülich GmbH hat Plattenteich mit klugem Weitblick, unternehmerischem Engagement und sozialer Verantwortung die Gesellschaft maßgeblich gestaltet und zur heutigen Bedeutung für Stadt und Region entwickelt.

   Aufgrund seines freundlichen und offenen Wesens sowie seiner überzeugenden Kompetenz war er hoch geschätzt und beliebt.

 

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Stand: 19. Dezember 2024